Liebe Alle!
Ein weiteres fantastisches und bewegtes Jahr mit euch neigt sich dem Ende zu und ich möchte mich aus tiefstem Herzen dafür bedanken!
Es ist mir eine große Freude diese gemeinsamen Zeiten mit euch zu teilen und zu gestalten!
Immer wieder neu sind die Begegnungen, Eindrücke und Aktivitäten mit euch. Das ist so abwechslungsreich und unterhaltsam, so kurzweilig und inspirierend und immer wieder verblüffend sind die endlosen Variationen in der Bewegung und Begegnung.
Und dann ist es auch immer wieder ganz vertraut und nah. Eine gute und heilsame Gewohnheit, die wir pflegen. Jedes mal, wenn wir uns wieder treffen, stärken wir unsere mentale und körperliche Widerstandskraft. Diese gemeinsame und freudvolle Zeit draußen, wirkt wie ein Antidepressivum. (Fun Fact am Rande: All das bekommen wir mit der äußerst positiven Nebenwirkung, das unser Herzkreislaufsystem, unser Fettstoffwechsel und unser Blutzuckerspiegel harmonisiert werden und die Blutbildung angeregt wird.)
Für mich ist es jedesmal wie ein kleines Wunder! Meine Sinne werden wach und dann folgt so etwas wie ein Loslassen des Alltags (mit oder ohne Sorgen). Ein Gefühl, das zwar alles immer noch so ist wie immer, aber nicht mehr so übermäßig emotionalisiert oder dramatisch. Wisst ihr was ich meine? Und vielleicht könnt ihr das auch spüren?
Ebenso freue ich mich zu hören und zu lesen, das ihr die Online Kurse sehr flexibel in euren Alltag integrieren könnt. Je nach Situation, ob im Urlaub oder zwischendurch zu Hause, wenn man sich mal nicht so fit fühlt oder die Zeit knapp ist. Ihr findet Wege euch euren Bedürfnissen entsprechend zu bewegen.Wie toll ist das denn!?
Ich bin tief berührt und voller Dankbarkeit für euer kontinuierliches Engagement in all den Bereichen.
Mit guter Laune und viel Humor tanzt und bewegt ihr euch durch alle möglichen Wetter-oder Lebenslagen. Egal ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint, am Tag und am Abend, outdoor oder online, ihr seid dabei!
Danke, für das alles!
Rituale für den Jahreswechsel
So, und nun ist also wieder Weihnachten geworden.
Der Jahreswechsel steht unmittelbar bevor und die Wintersonnenwende liegt sogar schon hinter uns.
Damit werden unsere Tage bereits wieder länger. Wie schön!
Auch wenn es im Moment noch ganz unmerklich ist.
Weihnachten und Silvester sind sicherlich einige der bekanntesten Rituale, die wir hier in unserer Gesellschaft pflegen. Auch Geburtstagsfeste oder Ostern gehören natürlich dazu. Und sicherlich würde sich diese Liste noch endlos fortsetzen lassen.
Die individuelle Ausgestaltung unserer persönlichen Rituale ist jedoch sehr verschieden. Meistens haben wir so „unsere Art“ wie wir diese Rituale mit Familie und Freunden gestalten.
Sie sind gewissermaßen immer gleich und wichtig für uns.
Sie vermitteln uns die Botschaft:
So sind wir. So ist es richtig. Und so wird es bleiben.
Sie helfen uns Gemeinschaft herzustellen und uns als Teil dieser Gemeinschaft zu erleben.
Und damit geben sie uns eine Antwort auf eine alte Menschheitsfrage: Wer bin ich?
Das Individuum empfindet sich im Ritual als Teil von Etwas mehr außer sich selbst.
Das bezieht sich natürlich nicht nur auf den Kreis der Familie oder Freunde, mit denen wir zu Weihnachten gemeinsam Essen oder an Silvester „Dinner for one“ schauen, sondern auch auf größere Kontexte. Ob wir im Kindergarten den morgendlichen Stuhlreis nehmen oder die Äquatortaufe bei den Seefahrern, es gibt sie in allen möglichen Bereichen.
Wir finden also nette und harmlose Rituale, kriegerische und aggressive, familiäre oder staatliche und dennoch haben sie eines gemeinsam: Sie stiften Gemeinschaft und geben Struktur.
Evolutionär bot es einen Vorteil. Gruppen die fest verankert waren, hatten größere Überlebenschancen als Einzelgänger*innen.
Rituale schaffen auch eine Atmosphäre der Besonderheit. Das Gefühl, dass man vollkommen und ohne Einschränkung dazugehört. Man ist nicht mehr „das Fremde“.
Sie sind außergewöhnlich – nur an Weihnachten gibt es einen Weihnachtsbaum oder nur am Geburtstag brennt immer diese eine bestimmte Kerze – und andererseits sind sie völlig normal und immer gleich. Wir tun es immer wieder an diesem Tag oder zu diesem Anlass.
Wenn wir mal mit kleinen Kindern zu tun hatten, dann erleben wir genau das. Kinder lieben Wiederholungen, immer die gleiche Geschichte, das gleiche Essen, obwohl sie sich selbst ständig und schnell verändern. Oder womöglich weil sie sich so schnell verändern, sehnen sie sich nach etwas auf das sie sich sicher verlassen können.
Sucht man nach Definitionen für Rituale findet man verschiedene Denkansätze dazu. Interessant ist, das jede Alltagshandlung ritualisiert werden kann. Es gibt unterschiedliche Merkmale, die ein Ritual aufweisen sollte, aber nicht jedes Ritual muss alle haben.
Dazu zählen z.B. Ablaufschema, Wiederholung und eine gewisse Feierlichkeit.
Kehren wir zurück zu unseren anstehenden Festtagen.
Rituale können uns in Zeiten des Übergangs unterstützten. Mit ihrer Symbolkraft erleichtern sie uns Abschied zu nehmen und können uns für Neues öffnen.
In diesem Sinne könntet ihr ein Mini-Ritual zur Selbstreflexion für zu Hause ausprobieren.
Vielleicht bietet das Jahresende eine gute Gelegenheit, bewusst auf das Erlebte zurückzublicken und die kleinen und großen Ereignisse des verstreichenden Jahres zu würdigen.
Dieser Moment des Innehaltens und Reflektierens könnte wertvolle Erkenntnisse über unser Wohlbefinden liefern und uns helfen herauszufinden, wo es eventuell sinnvoll sein könnte neue Impulse zu setzen.
Mini-Ritual zur Selbstreflexion
„Nehmt euch ein wenig Zeit.
Vielleicht zu Hause mit einem heißen Tee, angenehmer Musik und Kerzenschein...
Vielleicht auf einem Spaziergang durch die winterliche Welt in der frischen und kühlen Luft…
Lasst eure Gedanken vorüberziehen und beobachtet was auftaucht…
Begegnet euch selbst mit Wertschätzung, Verständnis und Geduld…
Wenn ihr mögt könnt ihr euch fragen:
Welche Ziele habe ich erreicht?
Habe ich im Einklang mit meinen körperlichen und seelischen Bedürfnissen gelebt?
Welche Herausforderungen konnte ich meistern?
Wie steht es um meine körperliche und geistige Gesundheit?
Alles was euch in diesem Jahr begegnet ist, hat euch zu dem Menschen gemacht, der ihr heute seid.
Diese Klarheit kann euch ins neue Jahr begleiten – mit Dankbarkeit für das Vergangene und einem offenen Herzen für das Kommende.“
Noch einmal ganz herzlichen Dank und möget ihr reich beschenkt werden mit Herzenswärme, Freude und liebevollen Begegnungen.
Eure Susanne
